Hallo zusammen, ich bin BAULA,

eine Meeresschildkröte und bin 25 Jahre alt. Ich möchte euch heute meine Geschichte erzählen.

Geboren wurde ich in Costa Rica an einem wunderschönen Sandstrand gemeinsam mit meinen 86 Geschwistern. Leider kann ich euch gar nicht mal genau sagen wie viele Schwestern oder Brüder das waren, es sind einfach zu viele gewesen und ich war noch zu klein um mir das alles zu merken.

Auf jeden Fall waren wir sehr sehr viele. Auch aus anderen Nestern kamen noch hunderte andere dazu.

Weil wir alle ungefähr zur gleichen Zeit auf die Welt kamen und wir ja Wasserschildkröten sind haben sich auch alle gleichzeitig auf den Weg ins Meer gemacht. Das war ein Gewusel.

Manche haben es leider nicht geschafft, weil auch die bösen Möwen mitbekommen haben dass wir unterwegs sind und einige von uns gefangen haben. Die meisten haben es dann doch ins Meer geschafft und gleich angefangen zu schwimmen und zu tauchen.

Das Wasser war so schön frisch und kühl, genau mein Ding. Schöner konnte das Leben nicht werden, so sollte es immer sein dachte ich mir damals.

Die nächsten Jahre

Ich schwamm und tauchte die nächsten Jahre vor mich hin, schwamm mit meinen Freunden auf immer den gleichen Strecken durch das große weite Meer.

Gewachsen bin ich auch. Mittlerweile bin ich 1 Meter lang und wiege glaube ich so um die 350 kg. Damit bin ich ganz schön groß und habe kaum noch jemand der mir was zuleide tun mag.

Manchmal, wenn ich in der Nähe von einem Strand schwimme, kommen Menschen vorbei und tauchen mit mir gemeinsam. Das ist sehr schön und macht viel Spaß. Obwohl ich eigentlich ein großes Problem mit den Menschen haben sollte, bin ich doch immer nett zu den Tauchern.

„Als ich noch kleiner war, war das noch gar nicht so schlimm, aber in den letzten Jahren wurde es immer mehr.“

Das Meer ist voller Müll

Viele Menschen werfen Ihren Müll einfach ins Meer oder es landet auf anderen Wegen dort. Das ist ganz schlimm und gemein.

Hunderte meiner Artgenossen und auch ganz viele andere Meeresbewohner, vielleicht sogar welche meiner Geschwister, haben die Müllplage nicht überlebt.

Sie haben sich in den Plastikdingen verheddert und sind dann ertrunken oder haben beim Fressen ausversehen was davon verschluckt. Es sind so viele gewesen dass ich es gar nicht mehr zählen konnte, und jeden Tag kommen neue Todesopfer dazu.

Die meisten Menschen sind sehr ignorant und denken dass das bisschen Müll im Meer nicht so schlimm sein kann. Das Meer ist ja groß genug und soooo viel Müll kann das ja gar nicht sein.

Das ist aber so falsch. Ihr müsstet das mal sehen!

Ich habe einen Müllteppich auf einer meiner Reisen gefunden, zwischen Hawai und Nordamerika. Die Menschen nennen dises Gruselige Gebilde „Great Pacific Garbage Patch“. Dieser Schreckliche Ort ist viereinhalbmal so groß wie Deutschland und wiegt glaube ich so ungefähr 80.000 Tonnen.

Leider habe ich von Freunden erfahren dass das nicht der einzige Müllhaufen im Meer ist. Es gibt da wohl überall welche davon. Das alles ist Müll, den die Menschen in meinen Lebensraum geworfen haben. Ob das nun Plastikflaschen, Netze, Fässer, Kleidung oder Tüten sind. Über die Jahre kam da so viel Müll zusammen, dass es jetzt an der Zeit ist damit endlich aufzuhören.

Gott sei Dank gibt es auch gute Menschen,

die mein Problem und das der anderen Meeresbewohner erkannt haben. Sie versuchen zu helfen wo es nur geht.

Manche kommen mit Schiffen und heben den Müll aus dem Wasser, manche machen sich Gedanken wie man auf dieses schreckliche Plastikzeug ganz verzichten kann.

Eine Gruppe von tollen Menschen hat meinen ganz besonderen Dank verdient, weil sie sich nachhaltig mit dem Thema „Plastik vermeiden“ befassen.

Sie haben ein Projekt gegründet, das sogar meinen Namen trägt.

 Das Baula Projekt vermeidet Plastik in einer ganz besonderen Form und steht für den aktiven Umweltschutz indem bei Putzmitteln ohne Plastikflaschen gekauft werden können. Dann kann schon mal nicht mehr ganz so viel Plastik bei mir landen.

 

Es ist höchste Zeit!

Wenn ihr jetzt denkt dass das allein ja nicht so viele Plastikflaschen sein können, lasst euch von mir sagen, und ich habe es selber gesehen. Die Menschen kaufen viele Putzmittel in Plastikflaschen die dann auf irgendwelchen Wegen im Meer landen.

Ihr könnt ja gerne Putzen und eure Welt sauber halten, aber helft doch dann auch bitte mit, meine Welt sauber zu halten.

Allen diesen Menschen die dabei helfen bin ich so dankbar. Denn Sie versuchen mir und meinen Kindern eine schöne Zukunft zu ermöglichen.

Ich zähle auf euch
Eure BAULA

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